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Tag der Finanz- und Verbraucherbildung

Kluge Köpfe, klare Konten – Ein Tag ganz im Zeichen der Finanzbildung

Am Montag, den 27. Oktober 2025, war bei uns an der Brühlwiesenschule einiges los. Kein gewöhnlicher Schultag, sondern ein Tag voller Aha-Momente, spannender Diskussionen und prominenter Gäste: Zum ersten Mal fand der Hessische Tag der Finanz- und Verbraucherbildung an einer Berufsschule statt, und das gleich mit zwei Staatsministern. Unter dem Motto „Finanzbildung als Schlüsselkompetenz – Perspektiven für Hessens Schulen“ begrüßte Schulleiter Christoph Berg den hessischen Kultusminister Armin Schwarz, den Finanzminister Prof. Dr. Alexander Lorz sowie Philipp Wendt, Vorstand der Verbraucherzentrale Hessen e.V. Gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern gingen sie der Frage nach, wie Finanzwissen und Verbraucherschutz fest im Schulalltag verankert werden können.

In einer Zeit, in der Verträge mit einem Klick geschlossen, Online-Käufe selbstverständlich und Schuldenfallen nur einen Fingertipp entfernt sind, wird Finanzbildung immer wichtiger. „Die Welt ist komplexer und digitaler geworden“, erklärte Armin Schwarz im Gespräch. Finanzbildung und Verbraucherschutz seien keine Randthemen mehr, sondern zentrale Bestandteile schulischer Bildung. Ein eigenes Fach brauche es dafür nicht, betonte er, doch die Themen sollten fächerübergreifend in den Unterricht einfließen – etwa in Deutsch, Politik & Wirtschaft oder Mathematik. Wichtig sei, Schülerinnen und Schüler zu sensibilisieren und ihnen Werkzeuge an die Hand zu geben, um selbstständig und verantwortungsbewusst zu handeln.

Im Gesprächsforum, das in der Aula stattfand, übernahmen die Schülerin Lara und der Schüler Khalid die Rolle der Moderation. Sie stellten den Ministern Fragen, die zuvor aus der Schülerschaft gesammelt worden waren. Fragen, die den Nerv der Zeit trafen: Wie kann das Thema Finanzwesen an den Schulen gestärkt werden? Wie könnten Schülerinnen und Schüler motiviert werden, sich mit Geld und Verträgen auseinanderzusetzen? Und warum wird das Thema Finanzbildung eigentlich erst jetzt so stark aufgegriffen?

Armin Schwarz erklärte, dass die Schulen schon heute den Auftrag hätten, Finanzbildung im Unterricht zu behandeln, dies aber künftig noch stärker hervor gehoben werden solle. Tage wie dieser seien dabei ein wichtiger Schritt, um Begeisterung zu wecken und den abstrakten Begriff „Finanzkompetenz“ mit Leben zu füllen. Philipp Wendt gab den Jugendlichen einen praktischen Tipp mit: „Gier ist nie ein guter Ratgeber, besonders im Internet. Man sollte sich immer eine Zweitmeinung holen, bevor man Entscheidungen trifft.“ Alexander Lorz betonte, dass sich die Lebenswelt junger Menschen stark verändert habe: „Heute ist die Welt viel komplexer. Fragen zu Geld, Verträgen und Altersvorsorge tauchen viel früher auf als noch vor einigen Jahren. Je eher man sich damit beschäftigt, desto entspannter lebt man später.“

Während sich in der Aula ausgetauscht wurde, fand in den Klassenräumen ein vielseitiges Workshop-Programm statt. Die Schülerinnen und Schüler konnten aus einem breiten Spektrum spannender Workshops wählen.Von praktischen Themen wie Versicherungen und Budgetplanung über den sicheren Umgang mit Geld bis hin zu nachhaltigen Finanzstrategien und digitalen Zahlungstrends.

In einem Workshop der Verbraucherzentrale lernten sie, Fake-Shops und Phishing-Mails zu erkennen, während die Deutsche Bundesbank erklärte, wie Inflation entsteht und was hinter dem digitalen Euro steckt. Beim Workshop „Money and Me“ ging es um den richtigen Umgang mit dem eigenen Budget, und die GLS Bank zeigte, dass Geldanlage und Nachhaltigkeit kein Widerspruch sind. Auch moderne Themen wie Kryptowährungen, Social-Media-Finfluencer oder Internetkriminalität wurden praxisnah und verständlich aufbereitet.

Unser Fazit: Am Ende des Tages waren alle begeistert. Solche Veranstaltungen beweisen, dass Lernen lebendig, praxisnah und zukunftsorientiert sein kann, wenn Schule, Politik und Wirtschaft an einem Strang ziehen. Der Tag der Finanz- und Verbraucherbildung machte deutlich, dass finanzielle Bildung weit über Zahlen, Zinsen und Steuern hinausgeht. Es geht um Verantwortung, Selbstbestimmung und Orientierung im Alltag. Fähigkeiten, die wichtiger sind denn je. Für viele Schülerinnen und Schüler war dieser Tag sicher mehr als nur Unterricht. Wir sehen ihn auf jeden Fall als einen inspirierenden Start in eine bewusstere finanzielle Zukunft.

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